Eingebettet in eine geschützte Bucht zwischen Kaş und Demre zählt Kekova zu den eindrucksvollsten Orten der türkischen Mittelmeerküste. Vor der Insel liegt die Batık Şehir, die versunkene Stadt, wo die lykische Siedlung des antiken Simena und Dolichiste nach Erdbeben unter den Wasserspiegel sank. Heute schimmern ihre Fundamente, Treppen und Hafenmauern durch glasklares, türkisfarbenes Wasser – am schönsten zu bestaunen von einem Boot oder Seekajak, das lautlos darüber hinweggleitet.
Eine vom Meer verschlungene Stadt
Vor langer Zeit war dieser geschützte Küstenabschnitt die Heimat blühender lykischer Gemeinden, darunter die Siedlungen Simena und Dolichiste. Eine Reihe gewaltiger Erdbeben in der Antike ließ einen Teil der Küste unter den Meeresspiegel absinken und versenkte Häuser, Treppen, Anlegestellen und Hafenmauern. Jahrhunderte später sind sie erstaunlich gut erhalten, bewahrt durch die ruhige, geschützte Bucht. Wenn man durch das Wasser hinabblickt, kann man Türöffnungen erkennen, die in den Fels gehauen wurden, und Stufen, die einst von den Häusern hinunter zum Meer führten – ein ganzes Kapitel antiken Lebens, eingefroren knapp unter der Oberfläche.
Über die Ruinen hinweggleiten
Die versunkene Stadt erlebt man vom Wasser aus, nicht zu Fuß. Hölzerne Gulets und kleine Boote ziehen langsam an der Nordküste der Insel Kekova entlang, wo Guides auf die versunkenen Mauern hinweisen, die durch das außergewöhnlich klare Wasser sichtbar sind. Besonders zauberhaft sind Seekajak-Touren, bei denen man lautlos nur wenige Zentimeter über dem Mauerwerk und in stille Buchten hineinpaddelt. Das Schwimmen direkt über den Ruinen ist eingeschränkt, um diese empfindliche archäologische Stätte zu schützen, sodass die schönsten Ausblicke entstehen, wenn man im Vorbeifahren durch das glasklare Flachwasser hinabschaut.
Kaleköy und die Burg von Simena
Das Highlight des Ausflugs an Land ist Kaleköy, das hübsche autofreie Dorf, das über dem antiken Simena erbaut wurde. Nur per Boot oder Wanderpfad erreichbar, klettern seine weiß getünchten Häuser und mit Bougainvillea bewachsenen Terrassen den Hügel hinauf bis zu einer kleinen mittelalterlichen Burg. Von den Zinnen aus genießt man einen weiten Blick über die Bucht von Kekova, und innerhalb der Mauern liegt ein winziges, in den Fels gehauenes Theater. Rund um das Dorf verstreut und direkt aus dem Wasser ragend stehen verwitterte lykische Sarkophage – in Stein gehauene Grabmäler, die diesem Küstenstreifen seinen unverwechselbaren, vom Lauf der Zeit geprägten Charakter verleihen.
Ihren Besuch planen
Die meisten Reisenden erreichen Kekova auf einer Bootstour, die von Kaş oder dem nahe gelegenen Dorf Üçağız startet, eine kurze Fahrt entlang der Küste. Bringen Sie Badekleidung für die ausgewiesenen Schwimm- und Schnorchelplätze mit, dazu Sonnenschutz, Wasser und festes Schuhwerk für den Aufstieg zur Burg von Simena. Die Dauer der Touren und die saisonalen Zeiten variieren, prüfen Sie die Details daher vor Ihrer Anreise. Viele Boote legen einen Badestopp in einer Bucht abseits der geschützten Ruinen ein, sodass Sie das wunderschöne Wasser dennoch genießen können.
Beste Reisezeit und was in der Nähe liegt
Vom späten Frühling bis zum frühen Herbst ist das Meer am wärmsten und die Bedingungen für Bootsfahrten und Kajaktouren am ruhigsten, während die Nebensaison ruhigeres Wasser und sanfteres Licht bringt. Am Morgen ist es oft am klarsten, bevor die nachmittäglichen Brisen die Oberfläche kräuseln. Kekova lässt sich wunderbar mit der lebhaften Hafenstadt Kaş und mit Demre verbinden, der Heimat der antiken Stadt Myra und der Nikolauskirche. Zusammen ergeben sie einen leichten und lohnenden Tag, an dem Sie diesen Abschnitt der lykischen Küste erkunden.